Schlagwortarchiv für: Fussballspion

MITTELFELDSTRATEGEN ODER ‚PLATZHIRSCHE‘

Es gibt Spieler, die tummeln sich im Mittelfeld und werden oftmals als Herz der Mannschaft bezeichnet. Einer Vielzahl dieser Typen ist das Spiel nach hinten, die sogenannte ‚Drecksarbeit‘ genau so unliebsam, wie das Spiel nach vorne, nämlich da hinzugehen, wo es am meisten weh tut, weil der Gegner  in diesem Bereich hautnah ‚auf den Socken‘ steht. Relativ ungedeckt verteilen sie gerne die Bälle zumeist quer oderdiagonal verlagernd auf ihre Sturmspitzen oder Flügelspieler. Spätestens in dem Moment, wenn die eigenen Abwehrspieler den gegnerischen Stürmern den Ball abgejagt haben, laufen sie geschickt in die sich dadurch ergebenden Freiräume und werden permanent angespielt. Am Ende werden bis zu hundert und mehr Ballkontakte registriert. Sind ihre Anspielpunkte aber nicht von der Qualität das Spiel durch beispielsweise überraschende Dribblings oder Doppelpässe nach vorne fortzuführen, sind sie auf der Stelle wieder unliebsamerweise im Spiel nach hinten gefordert. Dies setzt eine absolute Fitness, gepaart mit ungeheurer Willensstärke voraus.

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BVB MACHT FCB NACHDENKLICH

‚So was habe ich überhaupt noch nicht gesehen‘. Das ist eher ein dahingeworfener Spruch, um insbesonders an Stammtischen Worten mehr Gewicht zu geben. Aber das, was beim Elfmeterschießen im Halbfinale des DFB-Pokalwettbewerbs zwischen dem FC Bayern München (FCB) und der Borussia aus Dortmund (BVB) vorgefallen ist, hat auf dieser Ebene und in dieser Konstellation zwischen zwei Bundeligisten mit Sicherheit wirklich noch nie stattgefunden. Einmal mehr ‚es gibt nichts, was es nicht gibt‘.

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‚SAMMERN‘ STATT JAMMERN – Matthias Sammer

‚Sammern‘, statt jammern könnte die neue Bezeichnung dafür sein, in welcher Art und  Weise der Sportvorstand des FC Bayern München, Matthias Sammer, aufgesetzt intellektuell über die Geschicke seines Arbeitgebers spricht, um herauszukehren, was er doch für ein überragender ‚Fußballflüsterer‘ ist, was allerdings nicht jedermanns Sprachverständnis bedient und daher schwierig oder gar nicht zu verstehen ist.

Auf gar keinen Fall kann einem Matthias Sammer ein sehr hohes Maß an Verstand in seinem Metier abgesprochen werden. Aber gerade deswegen neigt er wohl dazu genervt seinen Fragestellern mittels einiger Antwortpassagen ‚durch die Blume‘ klar machen zu wollen, dass er gelegentlich nicht so sehr viel von ihnen hält.

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Ein ‘großer’ Trainer – NICHT ZU ENDE GEDACHT

Ein ‘großer’ Trainer kommt von einem ‘großen’ und geht zu einem ‘großen’ Club. Er soll deswegen ein ‘großer’ Trainer sein, weil er da wo er herkommt schon einmal die Champions League gewonnen hat.

Er hat sie deswegen gewonnen, weil er dort ‘große’ Spieler hatte und er geht deswegen zu einem ‘großen’ Verein, weil er dort wieder ‘große’ Spieler vorfindet. Im ersten Jahr gelingt es ihm nicht die Champions League zu gewinnen. Er und sein enttäuschter Arbeitgeber sind der Ansicht man bräuchte noch ein paar ‘große’ Spieler. Doch es reicht wieder nicht. Der eigentlich so ‘große’ Trainer steht auf der Kippe, aber er bekommt auf Wunsch noch ein paar ‘große’ Spieler. Jetzt endlich reicht es zum Titel und er ist plötzlich wieder ein ‘großer’ Trainer.

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Rafael van der Vaart und der Trainerwechsel beim HSV

Nichts gegen die Ex-Größe Rafael van der Vaart, Fußballstar früherer Tage, derzeit beim Hamburger SV  (HSV)
unter Vertrag. Definitiv sind es nur wenige Spieler, die privaten Glamour mit professionellem Fußball verbinden
können und das war unter anderem der englische Nationalspieler David Beckham bzw. ist ein Christiano Ronaldo,
der Ballkünstler von Real Madrid und Nationalspieler Portugals.

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Jose Mourinho – Cheftrainer des FC Chelsea

Wundertrainer gibt es nicht
Jose Mourinho, europäischer Starcoach und zum wiederholten Male Cheftrainer des FC Chelsea in London, soll auf die Frage, ob er sich als einer der Besten sehe, geantwortet haben: “Zumindest  kenne ich keinen besseren”. Ein typischer, sicherlich auch humoriger Spruch des smarten und  erfolgsverwöhnten Portugiesen, gesagt vor dem Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales  der 1. K.o.-Runde gegen den FC Paris St. Germain (PSG) in London, in dem sich Frankreichs  Renommierclub mit einem 2:2 nach Verlängerung und nach einer halben Stunde nur noch mit  10 Mann auf dem Platz das Weiterkommen sicherte. Besonders pikant dabei war, dass ausgerechnet der schwedische Superstar in Diensten von PSG, Zlatan Ibrahimovic die ‘rote Karte’ sah, was einen riesen Vorteil für den FC Chelsea hätte bedeuten  müssen. Doch das Unerwartete geschah. Trotz  der jeweiligen Führung gerieten die Londoner immer mehr unter Druck und Paris hatte nichts mehr zu verlieren…
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Die Schiedsrichter sind auch nur Menschen

Aktuell analysiert Ex-Fifa-Schiedsrichter Markus Merk mit Hilfe von mehreren Zeitlupen die kniffligen und daher diskussionswürdigen Momente der Fußballbundesligapartien. Dies sind vor allen Dingen  Elfmeter, ja oder nein, und gegebene oder nicht gegebene Verwarnungs- oder Platzverweiskarten.

“Die Schiedsrichter sind auch nur Menschen”, betont Merk insbesondere nach klaren Fehlentscheidungen. Die Spieler sind’s übrigens auch, könnte man dagegen halten, denn die müssen nach einem  überzogenen Mass diverser Unbeherrschtheiten vom Platz, der Schiedsrichter nach noch so vielen Fehlentscheidungen nicht. Aber das ist natürlich nicht vergleichbar mit Fouls, Tätlichkeiten und Beleidigungen.

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Hilflose Retter

Erneut hat sich Hub Stevens bunt gefiedert in rot-weißem VfB-Look auf die Bank der Stuttgarter gesetzt.Er wirkt wie ein Fremdkörper, ähnlich einem in die Jahre gekommenen hemdsärmeligen Typen, der  vergessen hat seine Teenieklamotten auszuziehen. Okay, Identifikation hin, Identifikation her, aber über Geschmack im Sinne einer Respektsperson im Traineramt eines Bundesligisten lässt sich  streiten. Stevens wirkt eher wie ein Mitläufer im schrill eingefärbten Einheitsbrei der Stuttgarter Ersatz-  bzw. Trainerbank.Zumindest scheint es momentan nicht so, dass er in der Lage wäre seiner  ‚Psychotruppe‘ die nötigen Impulse geben zu können. Die Jungs laufen derzeit wie aufgescheuchte  Hühner orientierungslos auf dem Platz herum und ihr Gockel hat selten Lust sich von der Bank zu erheben,  um seinen Haufen zu animieren die richtigen Eier vor allen Dingen in das gegnerische Tor zu legen. Sein holländischer Akzent ist noch einigermaßen in der Lage sein inhaltsloses Gerede bei u.a.

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Pep Guardiola – Maßstab ist die Champions – League

Maßstab ist die Champions- League

Es ist gut vorstellbar, dass Pep Guardiola im nachhinein nicht unbedingt sehr glücklich darüber war das Traineramt beim FC Bayern übernommen zu haben, denn als kurz darauf unter Trainer Jupp Heynckes das Triple nach München geholt wurde, war ihm bewusst, welcher Aufgabe er sich da gestellt hatte.

Eine lange Liste von fleißigen Einkäufen hochkarätiger Spieler setzten ihn horrent unter Druck, erneut auf schnellstem Wege die Champions-League gewinnen zu müssen. Wurde die letzte Saison das Aus gegen Real Madrid im Halbfinale noch hingenommen, so wird die Kritik  der Leistung an der Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt etwas bedrohlicher und das anbiedernde Rumgehopse von Sportdirektor Sammer im Bereich der Reservebank fällt spärlicher aus. Das Mass aller Dinge für die Verantwortlichen ist nun mal der europä-ische Thron, der Gewinn der Deutschen Meisterschaft eine Selbstverständlichkeit. Weiterlesen

Jürgen Klopp – „positiv unberechenbar

Zur Spaßbremse – zumindest rein äußerlich – wie Jos Luhukay, der die Tage entlassene Ex-Trainer der Berliner Hertha, muss der BVB Trainer Jürgen Klopp nun wirklich nicht werden.

Der zur Selbstdarstellung neigende Zampano trat zuletzt  etwas zurückhaltender auf, was seiner Mannschaft gut getan haben könnte. Denn ein gespenstisch verzerrtes Gesicht  und wildgewordene Scherensprünge an der Seitenauslinie boten sich zwangsläufig mangels Erfolgserlebnissen nicht mehr an.  So blieben ihm nur noch die sich selbst überholenden Aussagen im Höchsttempo zu den ätzenden Fragen der ‚ach so geliebten‘ Expertengemeinde – in Demut versteht sich – .

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